Komme Auf Die

Dunkle Seite Der Macht!

Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen: Tapferkeit, Eigensinn und Geduld.

Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß und die Geduld gibt Ruhe. Hermann Hesse (1877 - 1962)

This Is VaderBase

Rasender Falke - Die Wahrheit Teil 6 von 7




NASA: Ähnlichkeit zum späteren Sternenzerstörer

Eine weitere Studie von Hans-Kurt Lange für die NASA zeigt eine starke Ähnlichkeit zum späteren Sternenzerstörer. Aber es könnte auch das Titelbild von E.E. 'Doc' Smiths Buch "The Bloodstar Conspiracy" gewesen sein (das Titelbild wurde von Chris Foss gemalt und 1976 erstmalig veröffentlicht im Buch "Chris Foss Book of Painting" aka "Science Fiction Art". Chris Foss selbst hat sich stark von 2001 inspirieren lassen, wie am Bild für das Buch "Perry Rhodan 2, The Radiant Dome" zu erkennen ist). Chris Foss war eine derart große Inspiration für Star Wars, dass Roger Christian den Roboter R1-G4 , der von den Jawas zum Verkauf angeboten wird im Film, als Hommage an Chris Foss gestaltet hat. Oder das Raumschiff ADC 2238-5531 Dark Star aus dem gleichnamigen Film von John Carpenter. Aber hey, es ist halt nur ein simpler Keil, dessen Frontansicht dem Kriegschiff "Bismarck" (1940) gleicht. Tatsächlich wurde der Star Destroyer jedoch zum großen Teil vom Delta Battleship aus "Space: 1999" ("Mondbasis Alpha 1") inspiriert: die Brücke und die Silhouette weisen auf diese Verwandschaft hin, die wieder den gleichen Weg von 2001, Brian Johnson und Star Wars aufzeigt. Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Verschlusselemente der Clavius Base die Form und sogar die technoide Taille (die Schicht zwischen Ober- und Unterseite, die eine Oberfläche aus technischen Details besitzt) der Sternzerstörer darstellen. Auch hier ist das Design natürlich erstellt von Hans Kurt Lange.

Cantwell hat seinen Star Destroyer Entwurf offenbar übrigens einfach von Kurt Langes Ursprungsplan der Discovery aus 2001 (siehe Seite 228 des Buchs "The 2001 File", "Early Concepts with 'dragonfly' heat radiation panels") "entliehen", indem er das hintere Segement um 180 Grad drehte. Das reiht sich ein eine ganze Serie von Cantwell-Designs, die auf Lange beruhen und verworfen wurden zu Gunsten von ganz anderen Gestaltungen von demjenigen Designer, um den es hier tatsächlich geht.


Moonbus zu Sandcrawler

Apropos Studie von Hans-Kurt Lange: die Moonbus-Version von Herrn Lange sieht stark nach der Vorlage des Sandcrawlers aus, während der Entwurf von Collins offenbar komplett ignoriert und verworfen wurde. McQuarrie hat offenbar Langes Entwürfe zur Vorlage genommen. Aber auch Lange selbst hat Zeichnungen des finalen Designs erstellt.
Die Ketten des Sandcrawlers sind klar dem NASA Missile Crawler Transporter Facilities entlehnt.

Space Station 5 zu Bespin

Die aus Episode V bekannte Wolkenstadt wurde überraschenderweise bereits schon 1975 von Ralph McQaurrie visualisiert: damals noch als imperiale Hauptstadt mit dem Arbeitstitel-Namen "Alderaan". Diese Illustration beruht auf einem Design von Hans-Kurt Lange, der in einem frühen Konzept die Space Station-5 skizzierte für "2001- Odyssee im Weltraum" (siehe Seite 124 des Buchs "The 2001 File" von Christopher Frayling).
Auch der Satellit im Vordergrund basiert auf einem Harry Lange-Entwurf: auf Seite 217 von "The 2001 File" ist die Discovery mit großer Ähnlichkeit sichtbar.
Herr Lange hat Dutzende Entwürfe für das Hauptraumschiff von 2001 angefertigt und sehr bezeichnend wird auf Seite 216 die Übersicht der vielen Discovery-Entwürfe mit der Überschrift versehen, die einen weiteren Hinweis auf den wahren Ursprung des Falken liefert: "Discovery. Early 'Bell' or 'Saucer' shaped concepts".

Space Probe zu X-Wing

Angeblich hat Colin Cantwell ja einen ordinären Dart-Pfeil als Inspiration für einen X-Wing-Entwurf herangezogen. Das erinnert an die anderen ganzen lächerlichen Angaben, die die wahre Herkunft essentieller Gestaltungen verschleiern sollen: Ein Hamburger für den Rasenden Falken, eine Straßenlaterne für die Slave One, ein fliegender Augapfel für den Tie-Fighter... Das X-Wing-Design wurde später sogar patentiert von Colin Cantwell und Joseph Johnston (USD254080S). Tatsächlich beruht der X-Wing auf Hans-Kurt Langes Gestaltungsentwurf der Raumsonde für "2001: A Space Odyssey" (siehe Seite 305 des Buchs "The 2001 File" von Christopher Frayling: "Concepts for 'beyond Jupiter'").

ARIES-1B Lunar Landing Shuttle zum Landspeeder

Colin Cantwell ja einen auffällig ungeschlachten Entwurf des Landspeeder erstellt, der sich in die Reihe abgelehnter Arbeiten gesellt (Todesstern, Sternzerstörer, Piratenschiff). Wieder einmal hat Cantwell einfach ein frühes Konzept von Hans-Kurt Lange als Grundlage benutzt (siehe Seite 153 des Buchs "The 2001 File" von Christopher Frayling). Wieder einmal wurde die finale Version gewählt, die so rein gar nichts mehr mit Cantwells Arbeit gemein hat: diesmal jedoch einfach ein Fluggerät aus dem bereits an anderer Stelle mehrfach ideengebenden "Flash Gordon".

Joe Johnston ("Star Wars Storyboards, The Original Trilogy", Seite 6): "I didn't know what a storyboard was when I started working for George Lucas, and I was smart enough not to ask". "The first time I met George I was sitting at a giant light table in the animation department sketching a side angle of my favorite car in the world." [a Mercedes 300 SL]

"I didn't know what a storyboard was when I started working for George Lucas, and I was smart enough not to ask."

Es fällt auf, dass sowohl Joe Johnston als auch der von ihm angeheuerte Nilo Rodis-Jamero keinerlei Erfahrung mit Film, Raumschiffgestaltung, NASA-Technik/ Plausibilität oder auch nur Storyboards haben, als sie bei ILM anfangen. (siehe Nilo Rodis-Jamero in "Star Wars Storyboards, The Original Trilogy", Seite 8: "I had no idea what I was in for. [...] Never having worked on movies, I didn't even know that they were "designed" or "storyboarded". For some mysterious reason, I'd been hired anyway. [...] I was beyond scared, not knowing anything about movies, having been dropped in the deep end with only the sketchiest hint of what I was supposed to do or come up with at the end of the day.").
Dennoch wird behauptet, dass der unerfahrere Johnston direkt den Falken und der ebenfalls komplett unerfahrene Rodis-Jamero direkt die Slave 1 erschaffen haben. Aus dem Nichts. Einfach so. Weil sonst einfach niemand da war, der das hätte vollbringen können.



Captain Futures Comet basiert auf der Discovery

Captain Futures Comet sieht mit der Kugel an Bug und Heck und dem filigranen, sektionalen Rumpf nicht nur flüchtig betrachtet der Discovery aus "2001: Odyssee im Weltraum" sehr ähnlich. Tatsächlich sind sogar die Spindel der Comet mit den Protonenkanonen sowie die Radarpaneele direkt dem frühen Konzept von Hans-Kurz Lange entnommen (siehe Seite 214 des Buchs "The 2001 File"). Auch ist der Gestaltungsstil mit den runden Durchbrüchen und eingelassenen Bildschirmen klar von Langes Gestaltung inspieriert.

Captain Futures Cosmoliner basiert auf dem Tie-Fighter, der wiederum auf der Discovery basiert

Captain Futures Cosmo-Liner sieht mit der Kugel und den trapezförmigen Düsenträgern dem Tie-Fighter extrem ähnlich. Der Tie-Fighter wiederum ist aus der Discovery aus "2001: Odyssee im Weltraum" entstanden. Daher ist auch die Grundlage diese Captain Future Raumschiffs, das als Beiboot der Comet fungiert, Hans-Kurt Lange zuzuschreiben.



Darüber, wie zeitlos gutes Design die Jahrzehnte überdauert, geben die Werke von Dieter Rams Auskunft, dessen Radio Braun T3 aus dem Jahr 1958 Pate stand für den Apple iPod im Jahre 2001.
Hm, deutscher Designer, zeitlos, Apple, 2001... hier braut sich was zusammen.





Ein Zwerg, der auf den Schultern eines Riesen steht, kann weiter sehen als der Riese selbst

Diese Praxis, etwas bereits Bekanntes zu übernehmen und daraus etwas Neues zu schaffen ist auch in der Musik üblich: Man baut auf das Bestehende auf.
John Williams nahm Werke von Erich Wolfgang Korngold, Igor Stravinsky, Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Gustav Holst und Frédéric Chopin als Vorlage für seine anerkannt fantastischen Stücke.



Nanos gigantum humeris insidentes, „Zwerge auf den Schultern von Riesen sitzend“.
Alle Wissenschafttreibenden agieren auf den Grundlagen und mit den Ergebnissen, die vorherige WissenschaftlerInnen gelegt und publiziert haben. Schaut man sich in diesem Sinne Riesen der Wissenschaft genauer an, erkennt man, dass „die meisten Riesen aus ganz vielen Zwergen bestehen“.
„Ein Zwerg, der auf den Schultern eines Riesen steht, kann weiter sehen als der Riese selbst“ (Bernhard von Chartres um 1120)

Als der erste Computer erfunden wurde, hat ja auch niemand moniert, dass der Transistor/ die Elektronenröhre/ das Relais ja keine eigene Erfindung gewesen sei und daher als Plagiat zu brandmarken sei. Oder die Verwendung von Boolscher Algebra, Mathematik, Elektronik, Elektrik, Letterndruck, Sprache, aufrechter Gang, Lungenatmung, Mitose, Meiose oder oxidative Phosphorylierung.


Das fehlende Brückentier

Abgesehen von der kreativen Praxis, die hier ein wenig beleuchtet wurde, fehlt aber nach wie vor das Brückentier, also der verbindende Zwischenschritt zwischen zwei bekannten Schritten der Entwicklung. So wie der Quastenflosser den Schritt von Fischen zu den Amphibien darstellt (der Quastenflosser ist seit über 400 Millionen Jahren der ultimative Highlander der Tiefsee: die Evolution leugnen kann jeder, sich ihr verweigern kann aber nur er. Den Status eines Brückentiers hat er jedoch leider verloren), der Archaeopteryx zwischen Dinosauriern und den Vögeln stand und das Schnabeltier den Wandel von Reptilien zu Säugetieren darstellt, so fehlt nach wie vor der Zwischenschritt zwischen Tantive IV und dem Falken. Noch. Aber das klärt sich hier bald auf.
(Aber vielleicht gibt es ja auch keinen Zwischenschritt, sondern nur eine komplett andere Vorlage.)

Quelle: Abiturzeitung 1992 der Graf-Anton-Günther-Schule, Oldenburg (Abi Pamphlet des Landeigymnasiums)

Zwischenschritte denkbar?

Wie könnten aber Zwischenschritte oder Variationen aussehen? So wie die hässlichen Variationen des Falken, die von Fans und Spielzeugherstellern erstellt wurden. Hier die ungestalten Kreationen: (eine Kreatur wurde offenbar von einer Spielküchenkaffeemaschine inspiriert; diese Monstren wirken so abstoßend, weil die Grundregeln der Ästhetik wie der Goldene Schnitt ignoriert wurden.)

Die Regeln der Schönheit

Ein Zelle verdoppelt sich, beide Zellen verdoppeln sich und wachsen etc.
Dieser Goldene Schnitt findet sich ja nicht nur, wie bereits zuvor erwähnt, im Todessternwandpaneelmuster oder in der Positionierung der Todessternlaserschüssel.
In der Natur findet man darin die simple aber mächtige Erklärung der Formen und (auch Fell-) Muster, die immer wieder auftreten.
Wir empfinden diese Proportionen und Phänotypen als ansprechend, attraktiv und schön, weil ein gesunder Organismus mit gleichmäßiger Versorgung (also mit Nahrung, Nährstoffen, Ruhezeiten) sich nach diesem Prinzip entwickeln kann, während ein Organismus mit Gendefekten, Krankheiten oder Mangelerscheinungen, die ein Hinweis auf Schwäche oder Unfähigkeit sein können, sich eben asymmetrisch, kleiner und weniger gleichmäßig aufbauend zeigt.
Gesundheit, Stärke, Vitalität sind jedoch für die Partnerwahl spieltheoretisch gute Ratgeber und daher von besonderem Interesse, das sich in unserer Reaktion auf dieses Phänomen zeigt und generativ auswirkt.
Dieses Xenon 2 Megablast Spiel auf dem Amiga 500 sah gut aus mit dem Nautilus (Goldene Spirale), aber es spielte sich leider furchtbar. (Kein Vergleich zum besten Ballerspiel auf dem C-64: Armalyte.).
"Die große Welle vor Kanagawa" von Katsushika Hokusai und "Das Abendmahl" von Leonardo da Vinci zeigen die Proportionen. Ein fraktaler Schraubstock (fractal vise), die acht und 13 Spiralen eines Tannenzapfens, die 34 und 55 Spiralen der Sonnenblumenkerne, der 137,5 Grad Wachstumswinkel der Blätter und Kerne, die zwei, drei, fünf, acht und 13 Tasten auf dem Klavier, der Romanescokohl, der Blumenkohl und die acht, 13 und 21 Spiralen einer Ananas illustrieren das Prinzip deutlich.


meine Lieblingsballerspiele sind: Raiden DX Training Course (Arcade), Galaga 88 (Arcade), Armalyte (C64)

Ein Zuschauer monierte die nicht korrekte Darstellung von Spongebobs Ananas und der Zeichner verbesserte die Gestaltung dankbar.
Die Mona Lisa zeigt sie auch in Perfektion. Ebenso dieses Star Wars-Poster und auch der Vaderhelm. Selbst bei dem Dreieck auf dem Tank im Hintergrund findet sich dieses Prinzip. Sogar die Enterprise ist danach gestaltet.
(Ja, wenn ich dieses Prinzip erst einmal überall sehen will, sehe ich es auch).

Wenn man einen 360 Grad Kreis mit dem Goldenen Schnitt multipliziert, ergeben sich (360 * 0,618) 222,5 Grad und entsprechend 137,5 Grad (Goldener Winkel). Sowohl die Winkel als auch die Kreisumfangssegmente stehen im gleichen Verhältnis des Goldenen Schnitts zueinander. Beim Falken könnte genau dieses Prinzip angewandt worden sein, um das Antriebssegment zu gestalten. Oder es war doch leider einfach nur ein ordinärer Viertelkreis...

Wie sollen die Elemente proportioniert und positioniert werden?

Wenn man als Gestalter dieses grundlegende Prinzip des Goldenen Schnitts ignoriert, stellen sich einige Fragen, wenn es denn nun losgeht mit dem Design eines ufoähnlichen Raumschiffs mit herausragendem Cockpit und richtungsgebenden Zangen vorne dran:
In welchem Größenverhältnis zueinander stehen der Raumschiffkörper und das Cockpit?
Wie lang sind die Keile an der Front im Verhältnis zum Rest? (es ist, das sei hier angemerkt, nicht der Messschieber, die hier als Vorbild genommen wurde). In welchem Verhältnis steht die Antriebssektion zum runden Körper?

Wo sind die charakteristischen runden Elemente auf dem Raumschiff positioniert? Daneben stellt sich die Frage, wo das Cockpit positioniert wird, und wie die einzelnen Teile zueinander proportioniert sind.
Wie hilfreich wäre hier doch bloß eine bereits fertiggestaltete, proportionierte und geschliffene Vorlage, die bloß noch modifiziert werden bräuchte, um einen stimmigen Rasenden Falken zu erschaffen...


Die technoide Taille

Eine Idee war ja auch, die zerklüftete, mittlere Techniksektion des Sternenzerstörers zwischen die Ober- und Unterschale des Falken zu positionieren.


Zwischenstück gefunden

Nun kommen wir zum lang ersehnten, fehlenden Zwischenstück der Falkenentwicklungen. Aber noch nicht zur Lösung des Ursprungs, denn diese Zwischenstücke bilden keine Brücke zwischen der Tantive IV und dem Falken: es handelt sich nur um Abwandlungen des bekannten Falken.

Die aufwendige technische Zeichnung unten zeigt, wie versucht wurde, der bestehenden Tantive IV Struktur die neu ersonnene runde UFO-Form überzustülpen, um möglichst viel der vorhandenen Teile (Cockpit, Triebwerksgondeln) einfach weiternutzen zu können und möglichst wenig neu bauen zu müssen.

Die gezeigten vier Versionen mit mittigem Cockpit wurden alle verworfen, weil es wenig sinnvoll noch ästhetisch aussah. Eine Landung mit einem Cockpit an der Unterseite ist nicht plausibel und eine mittige Positionierung des Cockpits und auch der Radarschüssel sieht im gleichen Maße stromlinienförmig wie gewöhnlich und darüberhinaus unstimmig aus. Diese hässlichen Versionen haben dennoch ihren Weg in Computerspiele (X-Wing Alliance) gefunden. Einzig die Skizze unten links zeigt auf verräterisch magische Weise alle Charakteristika des finalen Designs (Position des Cockpits, Triebwerksform, mittiger Tunnel bündig mit runder Außenform, Radarposition). Würde ich als Designer mit der Zeichnung unten links bereits ein fertiges Modell auf dem Schreibtisch vorliegen haben, könnte ich "ein paar weitere", unsinnige Varianten schnell anfertigen, um den Eindruck zu erwecken, es handele sich um verschiedene Abwandlungen eines sich entwickelnden Konzepts, die schließlich in einer finalen Version mündeten. Diese Unsinnszeichnungen wären aber nur der Versuch, davon abzulenken, dass ich als "Designer" nur ein fertiges Konzept übernommen habe, dessen Ursprung ich zu verheimlichen versuche. der Zeichner des Plans ist hier (möglicherweise nur fürs Foto gestellt) Joe Johnston oder doch Ralph McQuarrie?



Die Mondfischorientierung II

Zunächst noch die Erklärung, warum ursprünglich geplant war, den Falken wie einen Mondfisch fliegen zu lassen: Das sähe zwar nicht gut aus auf der Kinoleinwand, weil sehr viel Fläche vom dann wenig schnittigen Profil des Falken eingenommen werden würde und somit die Bildkomposition leiden würde- aber da das Cockpit ja an der Seite positioniert wurde, musste man sich Gedanken machen, wie die daraus resultierende, schlechte Sicht nach links/ backbord kompensiert werden könnte.
Ja, man hat sich damals tatsächlich so viele Gedanken gemacht, um alle Designentscheidungen ernsthaft und technisch glaubwürdig zu machen.

Das rotierende Cockpit war jedoch auch modell-technisch aufwendig und so hat man sich für eine klassische Flugorientierung, wie wir sie kennen, entschieden und gehofft, niemand würde sich daran stoßen, dass ein wendiges, schnelles Piratenraumschiff nach links keine Sicht hätte. Das erklärt auch die reduzierte Verglasung des Cockpits: ursprünglich war das Cockpit zu 180 Grad verglast. Dieses ist (fiktiv aber ernsthaft betrachtet) aufwendig, teuer und gefährlich, da Glas ja für Treffer durch Meteoriten oder Beschuss empfindlicher ist als eine (gepanzerte) Verkleidung. Eine Rundumverglasung ist nur sinnvoll, wenn in erster Linie auf Sicht navigiert wird. Nachdem aber die Cockpitkanzel fixiert wurde, die Mondfischfluglage verworfen und die eingeschränkte Sicht nach links akzeptiert wurde, war auch klar, dass dieses Raumschiff nicht überwiegend auf Sicht navigieren/ fliegen könne. Somit wurde die Rundumverglasung reduziert auf eine, sagen wir mal, Panoramaverglasung.
Naja, Tiefighterpiloten würden sich dennoch sicher freuen über solch überragende Sichtmöglichkeiten zu den Seiten.

Der B-Wing zeigte die Mondfischfähigkeit

John Berkeys Design wurde dann ja noch im B-Wing zwei Filme später mitsamt der sich drehenden Cockpitkanzel realisiert. Die B-Wing (der Spitzname entsprang dem Designer Bill George: "Bill-Wing Fighter" und hat nichts mit der Buchstabenform zu tun) kamen nur kaum zum Einsatz auf der Leinwand, weil die dünnen Tragflächen schnell vom Bluescreenhintergrund überstrahlt wurden und somit es zu vielen Problemen kam, die Trickaufnahmen mit diesem Raumschifftyp in hoher Qualität zu erstellen.
Der A-Wing wurde offenbar von dem NASA M2-F1 FLuggerät inspiriert und aus Teilen eines F14 Tomcat-Modellbausatzes hergestellt. (Die Falken-Silhouette auf der Oberseite ist zwar auch erstaunlich frappierend, aber nicht weiter belegbar im Gegensatz zur Lösung, die ich hier präsentiere am Ende.)

Mehrfachnutzung

Mein letzter Hinweis vor der Auflösung ist der, dass auch für neue Filme gerne alte Entwürfe oder gar verworfene, abgelehnte Entwürfe genutzt werden. Und natürlich, dass man gerne Dinge mehrfach verwendet, um nicht alles neu erfinden zu müssen.
Ein erster Sternzerstörerentwurf Cantwells für A New Hope, der Imperatorthron für Episode VI, ein X-Wing mit unsinnig abgeflachten "Turbinen", ein gleitendes Motorrad für Return of the Jedi: alles wurde aus dem Ablehnungsmülleimer gefischt und schamlos genutzt für Disneys Andor, Episode IX, VII und The Mandalorian.
Wenn man auf einen Stormtrooperhelm einen Rebellenhelm steckt und schwarz anmalt, erhält man einen Tie-Fighterhelm. Ein paar Uhrenzahnräder, Sony TC-67 Kassettenrekordertasten und Druckschläuche zusätzlich anbringen, weiß lackieren: fertig ist der AT-AT Driverhelm. Der Imperial Gunner Helm lässt sich leicht aus einem Rebel Fleet Trooper Helm bauen, bei dem eine weitere hintere Schale einfach zusätzlich nochmals vorne unten angebracht und alles schwarz lackiert wird.
Der weibliche EV-9D9 Roboter ist sowohl an Jabbas Rezeption als auch im imperialen Sternenzerstörer (Episode VI) zu sehen.
Für die Explosion des A-Wings wurde eine Szene eines anderen Films genutzt, die einen Autostunt zeigt (vermutlich ein Buick Electra von 1969, da dieser im Spiel Star Wars Rogue Squadron seltsamerweise vorkommt als extra freizuschaltendes Raumschiff (die herstellende Firma Factor 5 hatte ihren Sitz in Köln; daher auch das Nummernschild mit der Aufschrift 'Kölsch' und das kölner Wappen auf dem Lenkrad). Der darunter zur Illustration gezeigte, legendäre, computerberechnete, aber real in nur einer einzigen Aufnahme ausgeführte Korkenziehersprung eines AMC Hornet X Hatchback mit Loren 'Bumps' Willer am Steuer stammt aus "James Bond - Der Mann mit dem goldenen Colt", 1974). Die Explosionsszene zeigt im ersten Einzelbild/ Frame zudem das Aufnahmestudio sehr deutlich.
Die Rolls Royce Derwent MK9 Triebwerksteile des Gloster Meteor WWII Jets lassen sich vielfältig nutzen als dekorative Vase neben Gebäuden, Getränkebehälter in Weltraumspelunken, Düsen für Landspeeder, Anbauteil für Todesstern Turbolaser und natürlich als Kopfgeldjägerroboterkopf.











 
 

Inhalt